Mittlerweile werden mehr Suchanfragen von Smartphones und Tablets als von Desktop-Rechnern bei Google eingegeben. Mit dieser Aussage hat Google nun für reichlich Furore in der Online-Welt gesorgt.

Für diejenigen, die sich hin und wieder die Zugriffszahlen von Mobilgeräten auf einer Webseite ansehen, dürfte diese Neuigkeit wohl nicht besonders überraschend sein. Schon seit längerem ist ein klarer Trend hin zu einer vestärkten mobilen Nutzung zu beobachten. Umso alarmierender, dass sehr viele Webseiten nachwievor nicht für die Benutzung mit dem Smartphone oder Tablet ausgelegt sind.

#mobilegeddon – Nicht optimierte Seiten werden abgestraft

Spätestens seit dem #mobilegeddon im April ist klar, welche Rolle Mobilgeräte für Google spielen. Webseiten, die nicht für das mobile Surfen geeignet sind, werden bei entsprechenden Suchanfragen von Mobilgeräten im Ranking nun herabgestuft.

Was passiert, wenn meine Webseite nicht für Mobilgeräte optimiert ist?

  1. Durch ein schlechtes Ranking kommen weniger Nutzer über Google auf die Webseite.
  2. Die Nutzer, die trotz schlechtem Ranking noch auf die Seite kommen, ärgern sich über die schlechte Bedienbarkeit und verlassen die Seite schneller und finden somit nicht die Informationen, die sie finden sollten.

Umdenken erforderlich: Mobile first

Klassischerweise werden Webseiten in ihrer Entstehung erst für den Desktop konzipiert und gestaltet und erst im zweiten Schritt wird daraus eine mobile Webseite abgeleitet. Das führt in der Praxis zu zahlreichen Problemen:

  • Nutzer müssen ewig lange scrollen um den Anfrage-Button unter dem extrem langen Beschreibungstext zu finden,
  • große Bilder wirken auf dem Smartphone sehr klein und benötigen dazu noch lange Ladezeiten,
  • verschachtelte Menüs sind nicht mehr intuitiv bedienbar,

Je mehr User mobil auf Webseiten zugreifen, desto mehr muss in der Entwicklung der Seiten ein Umdenken stattfinden. Mit „Mobile first“ geht man den genau umgekehrten Weg: Konzeption und Gestaltung finden zuerst für das Smartphone statt und werden im Anschluss für den Desktop angepasst. Durch die Display-Größe ist man nun gezwungen, inhaltlich auf den Punkt seine Kernbotschaften zu formulieren und die Gestaltung konzentriert sich weniger auf ausgeschmückte Details und mehr auf gute Bedienbarkeit.

To Do’s für Webseiten-Betreiber:

  1. Bedienbarkeit für Mobilgeräte auf den Prüfstand stellen.
  2. Webseite optimieren: Gestaltung und Inhalt.
  3. Ranking beaobachten.

Mobile Webseiten sind längst keine Kür mehr, sondern zur Pflicht für eine zeitgemäße Online-Kommunikation geworden. Wer das nicht akzeptiert, verprellt knapp die Hälfte seiner Webseiten-Besucher.