Es ist Montag Morgen und die Medien berichten immer noch über das 0:2 der Nationalmannschaft gegen Polen. Vielleicht um über eine unglaubliche Statistik hinweg zu täuschen.

Deutschland belegt – bezogen auf die allgemeinen Internetkenntnisse der Bevölkerung – Platz 27 in Europa. Hinter uns liegen zum Glück noch Kroatien, Bulgarien, Rumänien und die Türkei. Immerhin sind wir also nicht Letzter geworden.

Platz 27 bedeutet aber leider auch, dass es nicht nur Personen über 65 sein können, die sich mit dem Internet nicht so auskennen. Sprich auch in unserer arbeitenden Bevölkerung gibt es eklatante Wissenslücken.

PLATZ 27 ist eine Katastrophe. Warum? Die Begründung liefert ein Satz des ebenfalls an diesem Wochenende auf t3n.de erschienenen Interview mit Harper Reed dem CTO der Wiederwahlkampagne von Barack Obama. Darin folgender Absatz:

Reed: Wer zumindest ein bisschen coden kann, hat ein besseres Verständnis für Technologie und kann Probleme anders angehen. Das sorgt für bessere Startvoraussetzungen. Wenn du in einem anderen Land Geschäfte machen willst, ist es von Vorteil, die Sprache zu kennen und so ist das auch mit dem Internet.

Anders ausgedrückt, 73% der Deutschen haben einen Wettbewerbsnachteil, und das kann doch kein Unternehmen wollen. Aber könnte es sein, das ein Systemfehler vorliegt?

Lassen Sie es mich mal sehr überspitzt ausdrücken. Wenn der Mauerer keine grade Wand hinbekommt, weil er mit der Kelle nicht umgehen kann, wird er üblicherweise gefeuert. Wenn jemand im Büro sitzt und nicht mit dem Rechner, dem Internet, Excel etc. klarkommt ist das völlig ok. Kann der Chef ja üblicherweise auch nicht …

Systemfehler? Zumindest eine Katastrophe, oder?